Fahrtleiter der Pfadfindertrophäe
Ernst Leverkus ("Klacks") und Inge Rogge 1965 - 1972
Ernst Leverkus wird oft als der „Vater“ der Pfadfindertrophäe bezeichnet – und das zurecht. Seine Frau, Inge Rogge, die als „Reisetante“ für die Zeitschrift „Das Motorrad“ tätig war, übernahm in den ersten Jahren im Hintergrund die Organisation und Leitung der Pfadfindertrophäe.
Max Hollinger 1973 - 1989
Max Hollinger war der langjährigste Fahrtleiter der Pfadfindertrophäe und prägte diese Zeit maßgeblich. Besonders beeindruckend sind seine ausführlichen und lebendigen Berichte, die jährlich die Abenteuer und Ergebnisse der Pfadfinder zusammenfassen. Umso bemerkenswerter ist Max Hollingers Hingabe und Leidenschaft für die Pfadfindertrophäe, da er selber kein Motorradfahrer war. Er betonte stets, wie herausfordernd es war, die Aufgaben so zu gestalten, dass sie möglichst vielen Teilnehmern gerecht wurden. Während seiner Amtszeit erreichte die Pfadfindertrophäe ihre höchsten Teilnehmerzahlen: In den Jahren 1975 bis 1983 nahmen jährlich über 100 Starter die anspruchsvolle Aufgaben ins Visier.
Reinhard Löscher 1990 - 1991
Nachdem sich die Motorradzeitschriften „Das Motorrad“ und „PS“ sowie der ARBÖ (Arbeiter-Radfahrer-Bund Österreichs) aus der Pfadfindertrophäe zurückgezogen hatten, wurde die Leitung des Wettbewerbs von ehemaligen Teilnehmern übernommen. Der erste Fahrtleiter aus den eigenen Reihen war Reinhard Löscher – ein erfahrener Pfadfinder, der seit 1975 regelmäßig bei der Trophäe mitgemacht hat. Seine Amtszeit war leider sehr kurz, da er tragischerweise bei einem Motorradunfall ums Leben kam.
Richard Lenk 1991 - 1995
Im Jahr 1991 übernahm Richard Lenk nach dem plötzlichen Tod von Reinhard Löscher vorerst kommissarisch die Aufgaben des Fahrtleiters. Dieses Amt übte er schließlich bis 1995 aus. Genau wie sein Vorgänger war auch er seit 1975 ein regelmäßiger Teilnehmer der Pfadfindertrophäe. In den Jahren 1977 und 1979 errang er jeweils Wertungsgruppensiege. Die beiden Freunde Richard Lenk und Reinhard Löscher gewannen 1987 gemeinsam und punktgleich eine weitere Wertungsgruppe.
Karl Springer 1996 - 2002
Durch seinen Vater Rudolf Springer kam Karl Springer 1980 zur Pfadfindertrophäe und ist seither ohne Unterbrechung am Start. Er erzielte bei seinen Teilnahmen fünf Wertungsgruppensiege. In den sieben Jahren seiner Amtszeit als Fahrtleiter blieb er auch als Pfadfinder aktiv und suchte außer Konkurrenz nach Zielen für die jeweiligen Wertungsgruppenaufgaben.
Horst Scheurer 2002 - 2012
Mr. Pfadfindertrophäe ist das Synonym für Horst Scheurer. Er begann ab 1971 als Pfadfinder und war von 2002 bis 2012 als Fahrtleiter aktiv. Seine Erfolge sind bis heute unübertroffen, sowohl in den Wertungsgruppen als auch in den Gesamtsiegen. 1992 gelang es ihm als Erster, den Wanderpokal der Pfadfindertrophäe endgültig zu gewinnen. Noch heute führt er souverän die Rangliste der jemals bei der Pfadfindertrophäe erzielten Punkte an. Horst Scheurer bevorzugte anspruchsvolle Aufgabenstellungen, die intensive Vorarbeit zur Thematik erforderten; Einfache Themen waren ihm schlichtweg zu langweilig.
In seiner Rolle als Fahrtleiter zeigte sich sein kritischer Geist kombiniert mit einer klaren, direkten Sprache. Mit unermüdlichem Einsatz arbeitete er daran, die Teilnehmerzahlen zu steigern – sei es durch gezielte Werbung und Berichte in Motorradzeitschriften, durch Abstimmung über die WG-Themen seitens der Teilnehmer oder durch die Einführung verschiedener Sonderwertungen, um den Wettbewerb für eine breitere Zielgruppe attraktiver zu machen. Horst Scheurers Engagement ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die Pfadfindertrophäe bis heute Bestand hat.
Stefan Jauer 2013 - 2022
Bevor Stefan Jauer 2013 die Fahrtleitung der Pfadfindertrophäe übernahm, engagierte er sich bereits mit dem Thema "zeitgemäße PR für die Pfadfindertrophäe". Er entwarf die erste Internetpräsenz und initiierte 2010 ein Forum, um den Austausch und die Kommunikation zwischen den Teilnehmern zu verbessern. Seine Amtszeit prägten bedeutende Ereignisse, wie das 50-jährige Jubiläum der Pfadfindertrophäe. Aber auch in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie wurde die Pfadfindertrophäe trotz anderweitig zahlreich abgesagten Events souverän durchgeführt.
Conny Mustereit 2023 -
Conny übernimmt seit 2023 die Fahrtleitung der Pfadfindertrophäe. Neben den organisatorischen Themen hat sie die besonders herausfordernde Aufgabe, jedes Jahr neue und kreative Aufgabenstellungen zu finden, die bei den Teilnehmern Begeisterung wecken. Interessante Motorradtouren kommen dann schon fast von selbst zustande!